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Ahnenforschung

für den Namen KONOLD

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Bedeutung des Namens KONOLD

 

 








Prof. Jürgen Udolph

 

Feste Familiennamen gab es in Deutschland erst zu Anfang des 15. Jahrhunderts, aber bäuerliche Gegenden kamen noch bis zum 17. oder 18. Jahrhundert ohne einen festen Familiennamen aus. Bei vielen Namen ist ihre Herkunft leicht zu erkennen: Berufe (wie z.B. Müller, Fischer), Herkunft (z.B. Hesse, Bayer) oder Eigenschaften (wie z.B. Klein, Stark) standen Pate. Bei vielen Namen ist der Hintergrund aber nur schwer oder nicht zu erkennen.
Obwohl die Telefonbücher etwa 200 Konolds (hauptsächlich in Süddeutschland) nennen, ist dieser Name vergleichsweise selten. Und in Büchern, die sich mit der Bedeutung der Familiennamen befassen, ist er nach meinen Nachforschungen überhaupt nicht vertreten. Deshalb erging eine Anfrage mit der ältesten und der jetzigen Schreibweise an Prof. Jürgen Udolph, Namensforscher an der Uni Leipzig. Diese wurde in der Radiosendung des MDR Thüringen am 20.10.2008 beantwortet:

Ihr Hinweis auf 'Kuonaldt' ist außerordentlich wichtig, denn er führt uns zur Lösung des Namens.
... Es handelt sich um eine Direktform, Mundartform, Nebenform zu 'Künold'. Und 'Künold' können wir erklären: das ist 'Kün-walt'; im ersten Teil 'kühn' (Kuno, Konrad, alles hängt damit zusammen), und im zweiten Teil 'walt' (nicht die Bäume, sondern walt, verwalten, also Macht ausüben. Aus diesen beiden - die Verbindung 'Kunwalt' - ist dann 'Kuonaldt' und dann auch 'Konold' geworden, eben speziell in einem Bereich Süddeutschlands. Das ist ein alter Vorname, den Sie als Nachnamen tragen.
An dieser Stelle wird mancher Ehepartner, der mit einem Konold oder einer Konoldin verheiratet ist, mit dem Kopf nicken und sagen: "Ja, ganz kühn schalten und walten - das habe ich aber schon vorher gewusst!"

(Gerhard Konold)

 
 
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