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Ahnenforschung

für den Namen KONOLD

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Kuonaldt, Kunold, Konold usw.?
oder: Schreiben nach Gehör

 


Als der erste Konold nach Königsbronn kam, war er über die richtige Schreibweise seines Namens sicherlich im Bilde, wenn sein Vater ein Stadtschreiber war. Die Königsbronner Pfarrer waren in dieser Hinsicht jedoch wesentlich unbefangener; offensichtlich schrieben sie (wie auch sonstige Schreibkundige) den Namen nach Gehör. Durchaus normal war sogar, dass derselbe Pfarrer mehrmals innerhalb seiner Amtszeit die Schreibweise variierte. Kreativität oder eher Nachlässigkeit? Da die Vorkommnisse und Personendaten zunächst nur als Notizen aufgeschrieben wurden, konnte beim späteren Eintrag in die Kirchenbücher sich der eine oder andere Fehler einschleichen; sogar ein anderer Vorname wird einmal verwendet.

Der Vornamenseintrag im Geburtsregister ist zunächst bindend. Bei Doppelnamen wie z.B. "Johann Martin" wird bei der Hochzeit oder bei der Geburt eines Kindes manchmal nur ein Name, vermutlich der Rufname, ins Kirchenbuch eingetragen, also beispielsweise "Martin". Der Ahnenforscher muss auf Grund der möglichen zeitlichen Abfolgen entscheiden, welcher "Martin" gemeint ist.

Die nebenstehende Tabelle soll veranschaulichen, welchen Wandlungen der Konold-Name bis zu seiner heutigen Schreibweise unterlag.

 

Wandlung der Schreibweise in den ersten 50 Jahren

Datum

Vorname des Kinds

Vatername

Beruf des Vaters

Bemerkungen

 Sep. 1654  Martin  Christoph  Kuonaldt  Stadtschreiber  Erste Schreibung
 Juli  1655  Anna Maria  Martin  Kuonald  Schneider  
 Feb. 1657  Johann Friedrich  Martin  Kuonaldt  Schneider  
 Dez. 1659  Johann Christoph  Martin  Kuonalldt  Schneider  
 Juli  1662  Johann Jacob  Martin  Kuonaldt  Schneider  
 Juni  1665  Maria Martha  Martin  Kuonoldt  Schneider  
 Aug. 1676  Appolonia  Martin  Kunald    Mutter: Agnes
 Dez. 1677  Johanneß  Martin  Kuonald  Schneider  Mutter: Agneß
 Jan. 1679  Maria Agneß  Friedrich  Cuenald  Schneider  Mutter: Maria Agneß
 Feb. 1680  Maria Elisabetha  Martin  Kuonald  Bürger+Schneider  
 Jan. 1682  Maria Barbara  Christoph  Cuonald  Zainer  
 Apr. 1683  Ferdinandus  Christoph  Conoldt    
 Juni  1684  Hans Martin  Christoph  Conold    
 März 1686  Gabriel  Christoph  Cunold    

Erst ab etwa 1730 - also nach fast hundert Jahren - findet sich in den Königsbronner Kirchenbüchern eine feststehende Schreibweise:
   Konold

 
 



Aus diesen verschiedenen Schreibweisen ergibt sich die Schlussfolgerung, dass es noch viele Abkömmlinge des Stadtschreibers "Herr Christoph Kuonaldt" geben kann, die heute nicht "Konold" heißen. Brüder des Königsbronner "Martin Kuonaldt" mögen sich anderswo niedergelassen haben, und ihre Familiennamen haben sich zu "Kunolt", "Künold", "Künald", "Künalt", "Kohnholt", "Kanold" usw. gewandelt. Viele Variationen sind denkbar. Die Verwandtschaft der "Konold" könnte riesig sein. Dazu muss man nicht erst auf Adam mit seiner Eva zurückgreifen!

 

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